Donnerstag, 29. Mai 2014

Die schwerste Entscheidung meines Lebens

Vor zwei Wochen fiel mir am Wochenende auf, dass meine Süße nur drinnen lag und schlief. An ihrem Schnäuzchen hatte sie bräunlichen "Sabber" kleben. Als sie an dem Sonntag nicht mehr gefressen hat, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Sie hatte hohes Fieber und bekam ein paar aufbauende Spritzen. In der Mundhöhle war nur eine kleine Entzündung zu entdecken, was das Sabbern erklären könnte. Die nächsten Tage sollte ich ihr ein Antibiotikum in Tablettenform geben. Das war aber gar nicht so einfach. Sie hatte zwar wieder angefangen ein wenig zu fressen, aber weder Leberwurst noch Sahne halfen, ihr das Mittel zu verabreichen. Sie bekam wieder Fieber und seitdem war ich täglich beim Tierarzt, weil ich Angst hatte, dass der Rückfall daran lag, dass sie von dem Antibiotikum nicht genug abbekommen hat. Für ein/zwei Tage ging es immer wieder ein wenig aufwärts, aber dann kam das Fieber immer wieder zurück. Die Blutproben hatten schließlich ergeben, dass sie unter dem sehr seltenen Katzenaids litt. Mittlerweile hatte sich die Entzündung in der Mundhöhle so vergrößert, dass allein das schon eine Qual für sie war. Das Fressen tat ihr so weh. Zum Schluss hat sie nur noch Joghurt direkt von meinem Finger geschleckt. 
Heute morgen wachte ich von ihrem schweren, prasselnden und pfeifenden Atem auf. Ich hab sie zu mir ins Bett geholt, aber es wurde nur kurzzeitig etwas leiser, nachdem sie mich angefaucht hatte, weil jede Berührung weh tat. Ich habe eine ganze Weile mit mir gerungen, mit ihr gesprochen und fast pausenlos geweint, weil ich einfach nicht wusste, was ich tun soll. Als ich nochmal versucht habe, ihr etwas Joghurt auf dem Finger zu geben, habe ich gemerkt, wie sehr es ihr weh tat und sie hat so furchtbar gestöhnt und ge"weint". Da konnte ich nicht anders als endlich die Tierärztin anzurufen. Wir durften sofort kommen.
Auch die Tierärztin meinte, wir haben zwei Wochen lang wirklich alles versucht und jetzt quält sie sich nur noch. Also habe ich sie schweren Herzens gehen lassen. Ich habe sie im Arm gehalten und mit ihr gesprochen bis es vorbei war ....
.... jetzt liegt sie schon seit ein paar Stunden hier neben mir auf der Couch in einem Karton und sieht aus, als ob sie schläft. Ich habe noch viel mit ihr gesprochen, geweint und sie gestreichelt. Es fällt mir so unglaublich schwer, ihr jetzt ein Loch zu graben und sie zu beerdigen. Das ist so endgültig. Ich kann noch nicht ganz loslassen. Ich fühl mich so allein damit. Ich werde ihr den Rest von ihren Lieblingsleckerlis mitgeben und ihr Lieblingsspielzeug. Eigentlich wollte ich ihr noch ein Foto dabei legen von ihr und ihrem Bruder, aber ich finde die Bilder nicht .....
..... gerade habe ich mit einem Kollegen und guten Freund auf facebook geschrieben. Er wird mir beim Beerdigen helfen. Ich bin froh, das nicht allein machen zu müssen. Ich hoffe nur, ihn nicht zu sehr damit zu belasten.





Mein Mäuschen !!! 

Kommentare:

Ruthy hat gesagt…

Ich drück (((Dich)))
Traurige Grüße, Ruthy

Cobia hat gesagt…

Das tut mir sehr leid! Ich habe das auch schon mit erleben müssen. Viel Kraft!